Exazerbationen können schwerwiegende Folgen für Patient:innen haben.6
Verglichen mit Patient:innen ohne Exazerbationen weisen Patient:innen mit Exazerbationen ein fast doppelt so hohes Risiko für erneute Exazerbationen auf. Dieses nimmt mit weiteren Exazerbationen zu.6
Erhöhtes Risiko der 5-Jahres-Gesamtmortalität*,6
bei Patient:innen mit 2 Exazerbationen pro Jahr
bei Patient:innen mit ≥3 Exazerbationen pro Jahr
*verglichen mit Patient:innen ohne Exazerbationen, in einer Studie mit 2.572 Patient:innen mit Bronchiektasen-Erkrankung aus 10 klinischen Zentren in Europa und Israel.
Erkennen einer Exazerbation
Die von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie unter Beteiligung der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie herausgegebene Leitlinie definiert Exazerbationen bei einer Bronchiektasen-Erkrankung als eine Verschlechterung von mindestens 3 Symptomen über mindestens 48 Stunden, wenn alternative Ursachen ausgeschlossen wurden und eine Änderung der Therapie nach ärztlichem Ermessen erforderlich ist:13
Neuer oder vermehrter Husten
Zunahme von Sputummenge und/oder -konsistenz
Neuauftreten oder Zunahme der Sputumpurulenz
Neue oder vermehrte Kurzatmigkeit und/oder verschlechterte Belastbarkeit
Müdigkeit, Abgeschlagenheit und/ oder Unwohlsein
Neu aufgetretene oder vermehrte Hämoptysen
Exazerbationen und tägliche Symptome können einen negativen Einfluss auf die körperliche und psychische Verfassung der Patient:innen haben.4,6 Exazerbationen vorzubeugen könnte Patient:innen vor solchen negativen Einflüssen schützen.4,6
Es könnte helfen, Patient:innen über mögliche Folgen von Exazerbationen und zu ergreifende Maßnahmen aufzuklären – einschließlich des Zeitpunkts, zu dem medizinische Hilfe in Anspruch genommen und die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt informiert werden sollten.
Reduktion der Lungenfunktion
- Patient:innen mit Bronchiektasen-Erkrankung zeigten eine Reduktion der Lungenfunktion.14
- Eine Vorgeschichte wiederholter Exazerbationen ist mit einer reduzierten FEV1 assozert.15,16